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Kapitel 3 · Kyros der Große und Babylon, 539 v. Chr.

Babylon, die Stadt

Gehen Sie durch die Stadt, die Kyros betrat: ihre Mauern, ihren Fluss und ihre Brücke, ihre heilige Straße, ihren Tempelturm und Tempel und ihre Häuser.

Kapitel 3 / 10 · 6. Jahrhundert v. Chr.

Illustrative Rekonstruktion, keine Vermessung. Lagen und Größen sind ungefähr, sofern eine Maßangabe nicht ihre Quelle nennt.

Gehen Sie durch die Stadt, die Kyros betrat: ihre Mauern, ihren Fluss und ihre Brücke, ihre heilige Straße, ihren Tempelturm und Tempel und ihre Häuser.

Szene 1 / 8 · 6. Jahrhundert v. Chr.

Anmarsch von Norden

Ein Reisender aus dem Norden stieß zuerst auf die äußere Mauer, dann auf die Doppelmauer der Innenstadt.

Erklärung

Koldewey beginnt seinen Bericht dort, wo ein Reisender aus dem Norden stehen würde, Auge in Auge mit der Außenmauer. Zu seiner Zeit war sie als niedriger Erdwall erhalten, 4 bis 5 Kilometer lang.

Die Zeichnung baut die Stadt in Schichten auf: die Ebene und den Fluss, die Mauern, die Straßen und Tempel, dann die Häuser. Sie ist eine Rekonstruktion zur Erklärung, keine Vermessung.

Woher wir es wissen

Woher wir es wissen

Die deutschen Ausgrabungen in Babylon begannen am 26. März 1899 und dauerten viele Kampagnen. Koldeweys Buch von 1914 beschreibt, was sie fanden, Abschnitt für Abschnitt. Es ist die Quelle der meisten Maße in diesem Kapitel.

R. Koldewey, trans. A. S. Johns, The Excavations at Babylon, 1914, Introduction Geprüft

123456ABCD123 m, wie ermittelt (Koldewey 1914)etwa 2.2 km (zur Veranschaulichung)Grundfläche 15 Gar, etwa 91 m, nach der Esagila-Tafel79.3 m (Koldewey 1914)12345678Babylon, die StadtNetzwerkIranian Diaspora Cooperation & DevelopmeQuelleBabylon, die StadtGrundlageIllustrativ. Nicht maßstabsgetreu.

Quellen: R. Koldewey, trans. A. S. Johns, The Excavations at Babylon, 1914, The outer city walls Geprüft · UNESCO World Heritage Centre, Babylon, World Heritage List entry 278, 2019 Zu prüfen

Sprechtext

Wir nähern uns Babylon von Norden, wie ein Reisender zur Zeit Nebukadnezars. Zuerst kommen die Ebene und der Fluss Euphrat. Dann erheben sich die Mauern, Ring um Ring. Innerhalb liegen Straßen, Tempel und Tausende von Häusern. Alles hier stammt aus den Grabungsberichten oder ist als veranschaulichend gekennzeichnet, wo die Überlieferung schweigt.

Szene 2 / 8 · 7. bis 6. Jahrhundert v. Chr.

Die äußere Mauer

Drei Mauern in einer: Lehmziegel 7 Meter dick, gebrannte Ziegel 7,8 Meter und eine Grabenmauer 3,3 Meter.

Erklärung

Die äußere Mauer war eine mächtige Lehmziegelmauer, 7 Meter dick. Etwa 12 Meter davor stand eine Mauer aus gebrannten Ziegeln, 7,8 Meter dick. An ihrem Fuß verlief die Grabenmauer, 3,3 Meter dick.

Türme von 8,37 Metern Breite standen rittlings auf der Lehmziegelmauer, 52,5 Meter voneinander entfernt, von Mitte zu Mitte. Der Raum zwischen den Mauern war mit Schutt gefüllt, und oben verlief eine Straße.

Die Höhen sind nicht erhalten. Die Zeichnung zeigt jeden Kamm gestrichelt.

Messungen

Messungen

Lehmziegelmauer7 m dick
R. Koldewey, trans. A. S. Johns, The Excavations at Babylon, 1914, The outer city walls Geprüft
Raum zwischen den Mauernetwa 12 m
R. Koldewey, trans. A. S. Johns, The Excavations at Babylon, 1914, The outer city walls Geprüft
Mauer aus gebrannten Ziegeln7.8 m dick
R. Koldewey, trans. A. S. Johns, The Excavations at Babylon, 1914, The outer city walls Geprüft
Grabenmauer aus gebranntem Ziegel3.3 m dick
R. Koldewey, trans. A. S. Johns, The Excavations at Babylon, 1914, The outer city walls Geprüft
Türme8.37 m breit, 52.5 m Abstand
R. Koldewey, trans. A. S. Johns, The Excavations at Babylon, 1914, The outer city walls Geprüft
Nordostfront4400 m lang
R. Koldewey, trans. A. S. Johns, The Excavations at Babylon, 1914, The outer city walls Geprüft
Höhennicht erhalten
R. Koldewey, trans. A. S. Johns, The Excavations at Babylon, 1914, The outer city walls Geprüft

R. Koldewey, trans. A. S. Johns, The Excavations at Babylon, 1914, The outer city walls Geprüft

Debatte

Wie lang war der Mauerring?

Die Ausgräber verfolgten einen Verlauf von etwa 18 Kilometern. Herodot gibt etwa 86 Kilometer an und Ktesias etwa 65. Koldewey vermutet hinter dem Unterschied einen Irrtum.

R. Koldewey, trans. A. S. Johns, The Excavations at Babylon, 1914, The outer city walls Geprüft · Herodotus, Histories 1.188 to 1.191, 430 BCE, 1.178 Zu prüfen Antike Erzählung, keine Aufzeichnung

123456ABCD11.4 m tief (Koldewey 1914)18.1 m, von Turm zu Turm6.5 m5.8 m tief (Koldewey 1914)20.5 m, von Turm zu Turm3.72 m7.2 m zwischen den Mauern11 m tief (Projektion zur Veranschaulichung)52.5 m, von Turm zu Turm7 m7.8 m3.3 m12345678Stadtmauern, vermessene AbschnitteNetzwerkIranian Diaspora Cooperation & DevelopmeQuelleBabylon, die StadtGrundlageIllustrativ. Nicht maßstabsgetreu.

Quellen: R. Koldewey, trans. A. S. Johns, The Excavations at Babylon, 1914, The outer city walls Geprüft

Sprechtext

Die äußere Mauer war nicht eine Mauer, sondern drei. Eine Lehmziegelmauer, sieben Meter dick. Zwölf Meter davor eine Mauer aus gebrannten Ziegeln, fast acht Meter dick. An ihrem Fuß eine Grabenmauer. Der Raum dazwischen war mit Schutt gefüllt, und oben verlief eine Straße. Türme standen alle zweiundfünfzigeinhalb Meter.

Szene 3 / 8 · 7. bis 6. Jahrhundert v. Chr.

Die innere Doppelmauer

Zwei Mauern mit 7,2 Metern Abstand dazwischen, gemessen auf einem Abschnitt östlich des Hügels Homera.

Erklärung

Ein niedriger Wall östlich des Hügels Homera verbirgt die innere Stadtmauer auf 1700 Metern. Es ist eine Doppelmauer mit einem Zwischenraum von 7.2 Metern.

Die Westmauer ist 6,5 Meter dick. Ihre Türme stehen alle 18,1 Meter. Große Türme von 11,4 Metern Tiefe wechseln sich mit kleineren von 8,06 Metern Tiefe ab. Die Ostmauer ist 3,72 Meter dick, mit kleineren Türmen alle 20,5 Meter.

Koldewey identifizierte diese Mauer anhand ihrer Inschriften als Nimitti-Bel, heute Nemetti-Enlil gelesen. Der Kyros-Zylinder nennt die große Mauer Imgur-Enlil.

Messungen

Messungen

Raum zwischen den Mauern7.2 m
R. Koldewey, trans. A. S. Johns, The Excavations at Babylon, 1914, The inner city wall Geprüft
Westmauer6.5 m dick
R. Koldewey, trans. A. S. Johns, The Excavations at Babylon, 1914, The inner city wall Geprüft
Westtürme9.4 bis 9.7 m breit, alle 18.1 m; 11.4 m und 8.06 m tief
R. Koldewey, trans. A. S. Johns, The Excavations at Babylon, 1914, The inner city wall Geprüft
Ostmauer3.72 m dick
R. Koldewey, trans. A. S. Johns, The Excavations at Babylon, 1914, The inner city wall Geprüft
Östliche Türme5.1 m breit, 5.8 m tief, alle 20.5 m
R. Koldewey, trans. A. S. Johns, The Excavations at Babylon, 1914, The inner city wall Geprüft
Lehmziegel32 cm im Quadrat (Westen), 33 cm (Osten)
R. Koldewey, trans. A. S. Johns, The Excavations at Babylon, 1914, The inner city wall Geprüft

R. Koldewey, trans. A. S. Johns, The Excavations at Babylon, 1914, The inner city wall Geprüft

Materialien und Techniken

Materialien und Techniken

Beide Mauern bestehen aus Lehmziegeln. Rinnen aus gebranntem Backstein, 30 bis 32 Zentimeter im Quadrat, führten das Regenwasser ab, durch die kleineren Türme an der Westmauer und durch die Zwischenstücke an der Ostmauer.

R. Koldewey, trans. A. S. Johns, The Excavations at Babylon, 1914, The inner city wall Geprüft

Quellen: R. Koldewey, trans. A. S. Johns, The Excavations at Babylon, 1914, The inner city wall Geprüft · M. Cogan (translation), adapted to H. Schaudig’s edition, The Cyrus Cylinder, lines 1 to 45, The Context of Scripture, vol. II, 2003, line 38 (Livius.org edition) Sekundärquelle

Sprechtext

Innerhalb der äußeren Mauer stand die Doppelmauer der Innenstadt. Zwei Mauern, sieben Komma zwei Meter voneinander entfernt. Die Westmauer ist sechseinhalb Meter dick, mit Türmen alle achtzehn Meter. Die Ostmauer ist dünner. Diese Zahlen stammen von einem vermessenen Abschnitt östlich des Hügels namens Homera.

Szene 4 / 8 · 7. bis 6. Jahrhundert v. Chr.

Der Euphrat und seine Brücke

Eine Brücke aus gebranntem Backstein überquerte den Fluss auf schiffsförmigen Pfeilern, die gegen die Strömung zugespitzt waren.

Erklärung

Der Euphrat floss durch die Stadt. Sein Lauf hat sich seit der Antike verändert, daher dient der Fluss hier der Veranschaulichung.

Sieben Flusspfeiler einer Brücke wurden ausgegraben. Sie sind 9 Meter breit, stehen 9 Meter auseinander und sind 21 Meter lang. Jeder ist flussaufwärts nach Norden zugespitzt, wie der Wasserschnitt eines Schiffes. Soweit sie verfolgt wurde, war die Brücke 123 Meter lang.

Die Ziegel sind klein und ungestempelt. Koldewey datiert die Brücke auf Nabopolassar oder die ersten Jahre Nebukadnezars.

Messungen

Messungen

Länge, soweit verfolgt123 m
R. Koldewey, trans. A. S. Johns, The Excavations at Babylon, 1914, The Euphrates bridge Geprüft
Pfeiler9 m breit, 9 m Abstand, 21 m lang
R. Koldewey, trans. A. S. Johns, The Excavations at Babylon, 1914, The Euphrates bridge Geprüft
Backsteine31 mal 31 cm, ohne Stempel
R. Koldewey, trans. A. S. Johns, The Excavations at Babylon, 1914, The Euphrates bridge Geprüft
Fahrbahnbreitenicht bekannt
R. Koldewey, trans. A. S. Johns, The Excavations at Babylon, 1914, The Euphrates bridge Geprüft

R. Koldewey, trans. A. S. Johns, The Excavations at Babylon, 1914, The Euphrates bridge Geprüft

Materialien und Techniken

Materialien und Techniken

Die Pfeiler bestehen aus gebrannten Ziegeln in Asphalt, mit deutlicher Böschung gebaut. Rechteckige Hohlräume nahmen verstärkende Holzbalken auf, etwa 50 Zentimeter voneinander entfernt, mit einer zweiten Holzlage 2 Meter darüber.

R. Koldewey, trans. A. S. Johns, The Excavations at Babylon, 1914, The Euphrates bridge Geprüft

Quellen: R. Koldewey, trans. A. S. Johns, The Excavations at Babylon, 1914, The Euphrates bridge Geprüft · R. Koldewey, trans. A. S. Johns, The Excavations at Babylon, 1914, The Euphrates and its course Geprüft

Sprechtext

Der Euphrat teilte die Stadt. Eine Brücke aus gebrannten Ziegeln überquerte ihn. Sieben ihrer Pfeiler wurden ausgegraben. Jeder ist neun Meter breit und einundzwanzig Meter lang, gegen die Strömung nach Norden zugespitzt, wie der Bug eines Schiffes. Soweit sie verfolgt wurde, war die Brücke hundertdreiundzwanzig Meter lang.

Szene 5 / 8 · 6. Jahrhundert v. Chr.

Die Prozessionsstraße

Nördlich des Ischtar-Tores verlief die Straße zwischen zwei Mauern, gesäumt von etwa 120 glasierten Löwen.

Erklärung

Die Prozessionsstraße kam von Norden zum Ischtar-Tor. Sie verlief zwischen zwei Mauern mit Türmen. Jede Mauer trug einen Fries aus Löwen, 180 Meter lang.

Die Löwen sind etwa 2 Meter lang. Koldewey schätzt 60 auf jeder Seite, insgesamt 120, was mit der Zahl der gefundenen Fragmente übereinstimmt. Manche Löwen waren weiß mit gelber Mähne, andere gelb mit roter Mähne, auf hellblauem oder dunkelblauem Grund.

Die Straße war in der Mitte mit Kalksteinplatten und an den Seiten mit Brekzienplatten gepflastert.

Messungen

Messungen

Friesezwei, je 180 m lang
R. Koldewey, trans. A. S. Johns, The Excavations at Babylon, 1914, The Kasr. The ascent and Procession Street Geprüft
Löwenetwa 2 m lang
R. Koldewey, trans. A. S. Johns, The Excavations at Babylon, 1914, The Kasr. The ascent and Procession Street Geprüft
Anzahl der Löwenetwa 120, eine Schätzung
R. Koldewey, trans. A. S. Johns, The Excavations at Babylon, 1914, The Kasr. The ascent and Procession Street Geprüft

R. Koldewey, trans. A. S. Johns, The Excavations at Babylon, 1914, The Kasr. The ascent and Procession Street Geprüft

Materialien und Techniken

Materialien und Techniken

Die Löwen sind geformte, glasierte Ziegelreliefs. Jeder Ziegel wurde in einer Form geschlagen. Markierungen in grober Glasur auf der Oberseite zeigten den Bauleuten, wohin jeder Ziegel gehörte.

R. Koldewey, trans. A. S. Johns, The Excavations at Babylon, 1914, The Kasr. The ascent and Procession Street Geprüft

Quellen: R. Koldewey, trans. A. S. Johns, The Excavations at Babylon, 1914, The Kasr. The ascent and Procession Street Geprüft

Sprechtext

Von Norden führte die Prozessionsstraße zum Ischtar-Tor. Sie verlief zwischen zwei Mauern, und jede Mauer trug einen Löwenfries aus glasierten Ziegeln, hundertachtzig Meter lang. Die Ausgräber schätzen insgesamt hundertzwanzig Löwen. Einige waren weiß mit gelber Mähne, andere gelb mit roter Mähne, auf blauem Grund.

Szene 6 / 8 · 7. bis 6. Jahrhundert v. Chr.

Etemenanki, der Tempelturm

Wie hoch war er? Eine Tafel nennt etwa 91 Meter. Der Ausgräber sagt, die Höhe sei nicht bekannt.

Erklärung

Etemenanki stand in einem eigenen ummauerten Bezirk. Er ist hier nach der Esagila-Tafel gezeichnet, wie George Smith sie 1876 las: eine quadratische Basis von 15 Gar, sieben Stufen und eine Gesamthöhe, die der Basis entspricht.

Koldewey zitiert diese Lesung und warnt davor, sich auf sie zu verlassen. Er kannte keinen sicheren Grund für gestufte Terrassen. Aus der Länge der Treppenfundamente schätzte er die Höhe der Treppe auf etwa 50 Meter. Er schreibt, dass die vollständige Höhe nicht bekannt ist.

Beide Lesarten sind dargestellt. Die gestrichelte Linie markiert etwa 50 Meter.

Die Esagila-Tafel

Stufen von 15, 13, 10, 8,5, 7 und 5,5 Gar und ein Tempel obenauf. Gesamthöhe 15 Gar, etwa 91 Meter, gleich der Grundfläche.

G. Smith (reading quoted in Koldewey 1914, Appendix), The Esagila tablet, as read by George Smith in 1876, 1876, as quoted in Koldewey 1914, Appendix SekundärquelleA. R. George, The Tower of Babel: Archaeology, History and Cuneiform Texts, Archiv für Orientforschung 51, 2005 Zu prüfen

Der Ausgräber

Die Stufenmaße passen nur mit großer Mühe zu den Ruinen. Die Treppe legt etwa 50 Meter nahe. Die vollständige Höhe ist nicht bekannt.

R. Koldewey, trans. A. S. Johns, The Excavations at Babylon, 1914, The peribolos of Etemenanki. The tower of Babel Geprüft

Herodot

Acht Türme übereinander, darauf ein großer Tempel. Eine lange danach verfasste Erzählung, keine Vermessung.

Herodotus, Histories 1.188 to 1.191, 430 BCE, 1.181 Zu prüfen Antike Erzählung, keine Aufzeichnung

Messungen

Messungen

Grundfläche, nach der Tafel15 Gar, etwa 91 m
G. Smith (reading quoted in Koldewey 1914, Appendix), The Esagila tablet, as read by George Smith in 1876, 1876, first stage Sekundärquelle
Höhe nach der Tafel15 Gar, gleich der Grundfläche
G. Smith (reading quoted in Koldewey 1914, Appendix), The Esagila tablet, as read by George Smith in 1876, 1876, total Sekundärquelle
Treppenhöhe, ab ihren Fundamentenetwa 50 m
R. Koldewey, trans. A. S. Johns, The Excavations at Babylon, 1914, The peribolos of Etemenanki. The tower of Babel Geprüft
Vollständige Höhenicht bekannt
R. Koldewey, trans. A. S. Johns, The Excavations at Babylon, 1914, The peribolos of Etemenanki. The tower of Babel Geprüft

R. Koldewey, trans. A. S. Johns, The Excavations at Babylon, 1914, The peribolos of Etemenanki. The tower of Babel Geprüft · G. Smith (reading quoted in Koldewey 1914, Appendix), The Esagila tablet, as read by George Smith in 1876, 1876 Sekundärquelle

Quellen: R. Koldewey, trans. A. S. Johns, The Excavations at Babylon, 1914, The peribolos of Etemenanki. The tower of Babel Geprüft · G. Smith (reading quoted in Koldewey 1914, Appendix), The Esagila tablet, as read by George Smith in 1876, 1876, the stages Sekundärquelle · A. R. George, The Tower of Babel: Archaeology, History and Cuneiform Texts, Archiv für Orientforschung 51, 2005 Zu prüfen

Sprechtext

In seinem eigenen Bezirk stand Etemenanki, der Tempelturm. Eine Keilschrifttafel gibt seine Größe an: eine Basis von fünfzehn Gar, etwa einundneunzig Meter, und eine Höhe, die der Basis entspricht. Der Ausgräber Robert Koldewey war vorsichtiger. Er schätzte die große Treppe auf etwa fünfzig Meter Höhe und schrieb, die volle Höhe sei nicht bekannt. Wir zeigen beides.

Szene 7 / 8 · 6. Jahrhundert v. Chr.

Esagila, der Tempel des Marduk

Ein fast quadratischer Tempel von 79.3 mal 85.8 Metern mit einem Hof von 31.3 mal 37.6 Metern, tief unter einem Hügel gefunden.

Erklärung

Esagila, der Tempel des Marduk, liegt unter dem Hügel Amran ibn Ali, bis zu 21 Meter unter dessen Spitze. Die Ausgräber erreichten ihn mit tiefen Schächten und Stollen.

Das Hauptgebäude ist fast quadratisch. Seine Nordfront misst 79,3 Meter und seine Westfront 85,8 Meter. Im Inneren liegt ein Hof von 31,3 mal 37,6 Metern. Das Hauptheiligtum, das des Marduk, lag an der Westseite des Hofes.

Im Jahr 539 v. Chr., vermerkt die Chronik, wurden die Riten der Esagila nicht unterbrochen.

Messungen

Messungen

Nordfront79.3 m
R. Koldewey, trans. A. S. Johns, The Excavations at Babylon, 1914, Esagila, the temple of Marduk Geprüft
Westfront85.8 m
R. Koldewey, trans. A. S. Johns, The Excavations at Babylon, 1914, Esagila, the temple of Marduk Geprüft
Hof31.3 mal 37.6 m
R. Koldewey, trans. A. S. Johns, The Excavations at Babylon, 1914, Esagila, the temple of Marduk Geprüft
Tiefe unter dem Hügelbis zu 21 m
R. Koldewey, trans. A. S. Johns, The Excavations at Babylon, 1914, Esagila, the temple of Marduk Geprüft

R. Koldewey, trans. A. S. Johns, The Excavations at Babylon, 1914, Esagila, the temple of Marduk Geprüft

Woher wir es wissen

Woher wir es wissen

Der Grundriss wurde durch Schächte und Stollen verfolgt, nicht in einem offenen Graben. Die Räume des Hauptheiligtums waren noch nicht ausgegraben, als Koldewey schrieb.

R. Koldewey, trans. A. S. Johns, The Excavations at Babylon, 1914, Esagila, the temple of Marduk Geprüft

Quellen: R. Koldewey, trans. A. S. Johns, The Excavations at Babylon, 1914, Esagila, the temple of Marduk Geprüft · A. K. Grayson (translation), The Nabonidus Chronicle (ABC 7), Assyrian and Babylonian Chronicles, 1975, col. iii 17 to 18 (Livius.org edition of Grayson’s translation, with later corrections) Sekundärquelle

Sprechtext

Südlich des Turms stand Esagila, der Tempel des Marduk, des Gottes von Babylon. Heute liegt er tief unter einem Hügel. Die Ausgräber erreichten ihn durch Schächte und Stollen und maßen seinen Grundriss: fast quadratisch, etwa achtzig mal sechsundachtzig Meter, um einen zentralen Hof. Im Herbst 539 vor unserer Zeitrechnung gingen laut der Chronik seine Riten weiter.

Szene 8 / 8 · 6. Jahrhundert v. Chr.

Die Häuser der Stadt

Der größte Teil Babylons bestand aus Häusern um Innenhöfe. Hier sind sie erzeugt, um die Dichte zu zeigen, nicht als Aufzeichnungen.

Erklärung

Im Viertel namens Merkes legten die Ausgräber Straßen und Privathäuser frei, die um Höfe gebaut waren. Es war die Hauptarbeit der Grabungsjahre 1908 und 1909.

Die Häuser in dieser Zeichnung werden durch ein Verfahren erzeugt. Sie zeigen, wie dicht die Stadt bebaut war. Kein einzelnes Haus hier ist der Nachweis eines ausgegrabenen Hauses.

Dies ist die Stadt, die Kyros 539 v. Chr. betrat. Das nächste Kapitel führt durch ihr Nordtor.

Woher wir es wissen

Wie die Häuser gezeichnet sind

Blöcke zwischen Straßen werden durch ein zufallsgesteuertes Verfahren in Häuser um Innenhöfe unterteilt. Derselbe Startwert ergibt immer dieselben Häuser. Das Verfahren steht in der Story-Bibliothek, Modell courtyard-house.

R. Koldewey, trans. A. S. Johns, The Excavations at Babylon, 1914, Merkes Geprüft

Quellen: R. Koldewey, trans. A. S. Johns, The Excavations at Babylon, 1914, Merkes Geprüft · R. Koldewey, trans. A. S. Johns, The Excavations at Babylon, 1914, Introduction Geprüft

Sprechtext

Der größte Teil Babylons bestand nicht aus Tempeln und Mauern, sondern aus Häusern. Im Viertel Merkes fanden die Ausgräber Straßen und Wohnhäuser, die um Innenhöfe gebaut waren. Die Häuser, die Sie sehen, sind erzeugt, um zu zeigen, wie dicht die Stadt bebaut war. Keines davon ist die Aufzeichnung eines wirklichen Hauses. Dies ist die Stadt, die Kyros im Herbst des Jahres 539 vor unserer Zeitrechnung betrat.

Quellen

  1. A. K. Grayson (translation), The Nabonidus Chronicle (ABC 7), Assyrian and Babylonian Chronicles, 1975 (Livius.org edition of Grayson’s translation, with later corrections) Sekundärquelle
  2. M. Cogan (translation), adapted to H. Schaudig’s edition, The Cyrus Cylinder, lines 1 to 45, The Context of Scripture, vol. II, 2003 (Livius.org edition) Sekundärquelle
  3. I. Finkel (ed.), The Cyrus Cylinder: The King of Persia’s Proclamation from Ancient Babylon, 2013 Zu prüfen
  4. The British Museum, The Cyrus Cylinder, museum number 1880,0617.1941 (BM 90920), collection record, 2026 Zu prüfen
  5. P. Briant, trans. P. T. Daniels, From Cyrus to Alexander: A History of the Persian Empire, 2002 Zu prüfen
  6. D. Stronach, Pasargadae: A Report on the Excavations Conducted by the British Institute of Persian Studies from 1961 to 1963, 1978 Zu prüfen
  7. R. Koldewey, trans. A. S. Johns, The Excavations at Babylon, 1914 Geprüft
  8. UNESCO World Heritage Centre, Babylon, World Heritage List entry 278, 2019 Zu prüfen
  9. Herodotus, Histories 1.188 to 1.191, 430 BCE Zu prüfen Antike Erzählung, keine Aufzeichnung
  10. G. Smith (reading quoted in Koldewey 1914, Appendix), The Esagila tablet, as read by George Smith in 1876, 1876 Sekundärquelle
  11. A. R. George, The Tower of Babel: Archaeology, History and Cuneiform Texts, Archiv für Orientforschung 51, 2005 Zu prüfen